|
Thursday, 22. January 2009
|
Am kommenden Freitag veröffentlicht die USDA den Januar Mastrinderbestands Bericht. Interessant erscheint mir dabei die Bandbreite der Analystenerwartungen bei den Platzierungen und den Marketings.
Quelle: Daily Livestock Report
Die Platzierungen bei 99,3% gegenüber dem Vorjahr erscheinen mir etwas hoch, wenn man die aktuell negativen Margen der Mastbetriebe in Betracht zieht und da erscheint mir die größte Überraschung möglich. Bei den Vermarktungen sollten keine großen Überraschungen kommen, da hier allein die zwei zusätzlichen Schlachttage und die positiven Margen der Schlachtbetriebe für Werte oberhalb des Vorjahres liegen sollten. Der Bericht sollte bei solchen Zahlen sich neutral auf den Markt auswirken.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Thursday, 15. January 2009
|
Könnten die negativen Roll Renditen in WTI Crude Oil dazu führen, dass wir in 3-6 Monaten das Ende von passiven Indexfunds sehen könnten? So weit will ich nicht gehen, aber bei der Situation an den Energiemärkten sollte diese Frage schon mal erlaubt sein. Crude Oil gehört bei Indizes wie den S&P GSCI und dem Dow Jones AIG Commodity Index zu den Schwergewichten. Allein im erst genannten Index beträgt der Anteil ungefähr 33,8% und beim DJ AIGCI 13,8%. Der Spread zwischen den ersten zwei Monaten im Crude Oil wird sehr stark von den Lagerbeständen in Cushing, Oklahoma beeinflusst. Diese Lagerstelle, die zu PADD2 gehört, dient als Lieferort für den NYMEX WTI Crude Oil Kontrakt. Hohe Lagerbestände wirken sich daher negativer auf den Frontmonat aus, als den folgenden Kontrakt.
Vergleicht man die Roll Renditen von 1995 bis 2008, dann betrug die Rendite ungefähr 0,30 US$ pro Barrel und Jahr. In diesem Jahr dreht sich das ganze in deutlich negative Rollrenditen. Der weltweite Einbruch der Nachfrage und die Rekordwerte in den Lagern tun hier ihr nötiges dazu, dass hier weiterhin mit einer Contango Situation gerechnet werden muss. Im unteren Chart sehen sie den Spread des Frontmonat gegen den zweiten Monat auf Monatsbasis.
Mit aktuell -7,59 US$ pro Barrel haben wir einen neuen Rekordstand erreicht. Aktuell gibt es fast überhaupt keinen Rohstoff, der sich nicht in einer Contango Situation befindet und so sollte auch bei bestenfalls Seitwärtsmärkten im ersten Halbjahr diesen Jahres keine positive Performance mit Indexfunds auf o.g. Benchmarks erzielen lassen. Von einer Diversifikation gegenüber Aktien lässt sich ja schon lange nicht mehr sprechen.
Es handelt sich dabei nur um meine persönliche Meinung und ist keine Anlageempfehlung!!!
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Wednesday, 14. January 2009
|

Quelle: Dow Jones Newswire
Der Bericht über die Verarbeitung von Sojabohnen in die Produkte Mehl und Öl kam am unteren Ende der Erwartungen. Die Verabeitung im Dezember lag bei 134,8 Mio Bushel und lag damit knapp 5 Mio. Bushel unter den Erwartungen. Die letzten drei Monate zeigten eine deutlich geringere Nachfrage nach Sojamehl und Bohnenöl und so muss man sich fragen ob die Crushing Numbers der USDA mit 1,685 Mrd. Bushel für dieses Jahr so noch gerechtfertigt sind. Die Sojabohnen werden nur noch von der Trockenheit in Argentinien und dem Süden von Brasilien gehalten.
Der März Kontrakt handelt zwar recht stark gegenüber Mais und Weizen, konnte aber nicht nennenswert den Kursrutsch vom Montag korrigieren. Ich glaube, dass der Markt weiter fallen wird, da sich die Nachfrageseite trotz der Käufe aus China weiter eintrüben. Ich erwarte nach dem Neujahrsanfang in China, dass China den Import von Sojabohnen stoppen wird und dann daher halte ich Shorts für durchaus das richtige Vorgehen. Erst bei einem Bruch der 10,60 bis 10,40 US$ pro Bushel würde ich mich an die Seitenlinie stellen.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Monday, 12. January 2009
|
| Category |
Dec 1. 2008 |
Estimate* |
| Corn |
10,085 |
9.845 |
| Soybeans |
2.276 |
2.181 |
| Wheat |
1.422 |
1.365 |
Alle Angaben in Mio Scheffel
*Quelle: Dow Jones Newswire
Dieser Bericht kann als durchaus bearish bezeichnet werden und sollte hier erst einmal den Deckel auf den Getreidemärkten halten.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Sunday, 11. January 2009
|

Wenn Sie einen Grund für den recht beachtlichen Anstieg von 15% seit dem Dezember Tief gesucht haben, dann sind Sie hier fündig geworden. Die Index Funds haben allein in der vergangenen Woche ihre Long Positionen um 2,7% ausgebaut und die Trendfolger sind das erste Mal seit dem 7. Oktober wieder Netto Long. Seit dem 09. Dezember drehten die Funds von -112.762 Kontrakten auf +6.160 Kontrakte.

|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Wednesday, 7. January 2009
|
Der heutige DOE Report wird von vielen Bären sehnlichst erwartet. Der starke Anstieg seit Heiligabend hat viele doch auf dem falschen Fuß erwischt und die Argumentation der Bullen bezgl. der Krise im Gazastreifen, dem angekündigten Produktionsdrosselung der OPEC sowie der Probleme zwischen Russland und der Ukraine lassen diese nicht gelten. Der heutige Bericht wird von diesen Bären als der finale Stoß angesehen und so verkünden viele das Ende der Korrektur im Abwärtstrend.
| Category |
Reuters |
Dow Jones Newswire |
Letztes Jahr |
| Crude Oil |
+0,9 MB |
+0,7 MB |
-6,8 MB |
| Gasoline |
+1,4 MB |
+0,6 MB |
+5,3 MB |
| Destillates |
+0,9 MB |
+0,8 MB |
+1,5 MB |
| Refining |
+0,3% |
+0,3% |
+1,9% |
Der Anstieg um 15 US$ wurde nicht in der Terminkurve bestätigt, was die negative Einstellung der Bären bestätigt. In den letzten zwei Wochen wurde die Terminkurve sogar noch steiler, was weiterhin eher den Preis für Crude Oil belasten sollte. Lassen wir uns überraschen, was die Zahlen tatsächlich bringen werden.

|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Tuesday, 6. January 2009
|
Der letzte COT Supplemental Report für den das Jahr 2008 gab keine nennenswerten Überraschungen preis. Interessant erscheint einzig und allein das die Indexfunds das zweite Mal in Folge ihre Longs erhöht haben. Ob es der Beginn einer neuen Investitionsphase ist, lässt sich aber so noch nicht sagen. Schließlich ist das erst der zweite Anstieg nach einer Reduzierung der Longs während der letzten 7 Monate. Die Trendfolger reduzierten ihre Shorts um über 30%, halten aber immer noch knapp 55.000 Kontrakte auf der Short Seite. Am höchsten sind die Shortpositionen in Chicago Weizen, Mais, Sojabohnenöl, Lebendrindern und Kaffee. Seit den Dezember Tiefs konnte der CRB Index um über 15% zulegen und so erscheint es mehr als wahrscheinlich, dass auch im kommenden Report mit einer Ausweitung der Long Engagements der Investmentgemeinde zu rechnen ist.
Die Commercials nutzten die letzten Tage im vergangenen Jahr um die steigenden Preise in den Agrarmärkten zur Absicherung ihrer Produktion zu nutzen. Die Hedges liegen immer noch auf einem der niedrigsten Niveaus seit Ermittlung des COT Supplemental Reports und so könnte die aktuelle Stärke in den Rohstoffmärkten noch eine Zeitlang anhalten.

|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Next Page » |