Analyse der einzelnen Kategorien:
Der Schweinereport zum 1. Dezember 2009 sollte neutral für den Februar und April Kontrakt sein und leicht negativ für die entfernteren Kontrakte. Der Bestand an schlachtreifen Schweinen lag niedriger als die Analystenerwartungen. Die Schweine mit einem Gewicht über 180 lbs. waren leicht rückläufig, doch die Kategorien von 120-179 lbs deutlich höher als das was die Marktbeobachter erwartet haben. Der höher als erwartete Bestand an Schweinen für die Zucht sollte die Kontrakte ab Juni 09 negativ belasten.
All Hogs & Pigs:
Die Beständen an Schweinen in den USA lag 2,2% unter dem Vorjahreswert, aber 6,4% über dem 5 Jahresdurchschnitt. Dies ist der zweithöchste Wert seit Ermittlung des Berichts und wurde nur im Vorjahr übertroffen.
Breeding Herds:
Die zurückbehaltenen Schweine für die Zucht lagen 2,4% unter dem Vorjahr und übertrafen damit die Schätzungen der Marktteilnehmer um 0,9%. Im Vergleich zum September 08 vergrößerte sich die Herde um 20.000 Tiere. In 2007 lag die Zunahme im Quartal noch bei 25.000 Tiere.
Market Hogs:
Die marktreifen Schweine zum 1. Dezember 2009 lagen 2,1% unter dem Vorjahreszeitraum, aber immer noch 7% über dem 5 Jahresdurchschnitt. Dies ist der zweitgrößte Bestand seit Ermittlung der Daten und wurde nur von 2007 getoppt. Betrachtet man sich die Aufteilung nach Gewichtsklassen, dann ist das Angebot bis Mitte April nahe dem Vorjahr. Da wir aber davon ausgehen das die Importe aus Kanada weiterhin unterhalb des Vorjahres liegen werden, sollte das Angebot an Schweinefleisch in den USA knapper ausfallen, als uns die Zahlen des Schweinereports erwarten lassen.
Die USDA nahm diesen Bericht wieder zum Anlass um einige Revisionen vorzunehmen. Diese gehen zurück bis Dezember 2006. Die Anpassungen lagen im Bereich von 0,1% und sollten keine großen Auswirkungen mehr auf die Preise haben.
Ausblick:
Betrachtet man sich die Terminkurve in den CME Magerschweinen an, so sieht man, wie sich die Marktteilnehmer positioniert vor dem Bericht positioniert haben. Im Vergleich zur Vorwoche waren der Februar 09 und April 09 Kontrakt am schwächsten im Vergleich zu den entfernteren Kontrakten. Aufgrund dieser Tatsache und der Zahlen der USDA sollte sich die Februar und April Kontrakte wieder etwas an die entfernteren Kontrakte annähern. Mit Hinblick auf die beginnenden Roll Perioden der bekannten Commodity Indizes würden wir aber jetzt von Engagements des Februar Kontrakts abraten. Bullspreads mit dem April Kontrakt erscheinen uns hier deutlich erfolgsversprechender.





